Nachdem wir gerade schon den Disney-Streaming-Service behandelt haben, können wir auch mal einen Blick zu einem direkten Konkurrenten machen, nämlich dem CBS-Streaming Service CBS All Access. Dieser startete zwar bereits 2014, aber erst seit dem Start von Star Trek Discovery ist der Streaming Service stärker gewachsen. Ziel soll derzeit sein, dass der Service von derzeit rund 2 Millionen Abos auf knapp 8 Millionen im Jahr 2022 anwachsen soll. Und CBS scheint seit einigen Monaten die Strategie zu CBS All Access komplett verändert zu haben. Zu einem Streaming Service mit einem verdammt großen Star Trek Anteil. deadline.com hat hierzu ein Interview mit 3 Bossen von CBS gesprochen, das wir euch hier kurz zusammengefasst haben.

CBS plant derzeit bis zum Ende 2019 insgesamt 10 neue Serien, dabei soll die Serie rund um Jean-Luc Picard nur eine davon sein. Weiterhin soll es eine Event-Serie um den Boxer Muhammed Ali geben, eine Adaption von Stephen King’s The Stand – Das letzte Gefecht und ein Reboot der Twilight Zone unter Leitung von Jordan Peele. CBS hat aber auch vor, das Thema Star Trek noch stark zu erweitern.

Bislang ist neben der Picard-Serie und der zweiten Staffel von Star Trek Discovery (Start: Anfang 2019) nur bekannt, dass es eine Reihe von 15 minütigen Kurzfolgen mit dem Titel Short Treks geben soll, die im Verlauf dieses Jahres noch gezeigt werden sollen. Im weiteren Verlauf des Interviews erzählten die Studiobosse auch davon, dass auch über fast alle Charaktere gesprochen wurde und deren Potential als Spin-Off-Serie, unter anderem Rainn Wilson als Harry Mudd oder Michelle Yeoh als Captain Georgiou. Doch bislang ist noch nicht fix. Interessant waren noch einige weitere Anmerkungen: Es soll überlegt werden, welche möglichen Serien als Event-Serien, bzw. limited series angesetzt werden sollen und welche als Spin-Off, bzw. als fortlaufende, durchgängige Serie. Ziel soll es nach CBS-Chef Stapf sein, dass neuer Star Trek Content regelmässig herauskommen soll.

Dabei soll auch erst abgesteckt werden, wie der internationale Vertrag mit Netflix entsprechend behandelt werden soll. Bekanntlich hat Netflix 2016 die weltweiten Exklusivrechte (ausserhalb der USA) nicht nur zu den alten Serien, sondern auch zu der neuen Serie Star Trek Discovery erhalten. Dabei ist allerdings nicht klar, inwieweit dies auch für die neuen Serien gelten könnte. Da im Verlauf des Interviews großen Wert auf die Unterscheidung zwischen den Begriffen Stand-alone Series und Spin-Off gelegt wurde, müssen wir vermutlich abwarten, was dies für die kommende Captain Picard Serie heissen mag bei der internationalen Veröffentlichung.

Hinter den Kulissen der Star Trek Serien soll Alex Kurtzman derweil Unterstützung bekommen haben, unter anderem vom Drehbuchautor James Duff und von Pulitzer Preisträger Michael Chabon. Letzterer soll unter anderem auch Executive Producer bei der Picard Serie werden.

Wie die Picard-Serie jetzt aussehen könnte, konnten auch diese Bosse nicht sagen, deshalb haben wir unsere Köpfe zusammen gehauen und werden hier bald in einem eigenen Beitrag mehrere Vorschläge machen, wie diese Serie denn nun aussehen könnte…

Quellen:

CBS All Access Bosses On More ‘Star Trek’ Series, ‘The Twilight Zone’ Status, Stephen King & More – TCA

https://www.slashfilm.com/star-trek-netflix/

Netflix Beams Up International Rights To CBS’ New ‘Star Trek’