Schlechte Nachrichten gibt es laut The Hollywood Reporter derzeit für den vierten Star Trek Film des J.J. Abrams Reboot-Universums. Laut neusten Gerüchten soll es bei den Vertragsverhandlungen von Chris Pine und Chris Hemsworth zu Schwierigkeiten gekommen sein, bei denen alle Beteiligten den Verhandlungstisch ohne Einigung verlassen haben sollen.

Zur Erinnerung: Der dritte Film der neueren Filme des Franchises Star Trek Beyond hatte 2016 bei einem Budget von knapp 190 Mio. US-$ nur 343 Mio. US-$ eingenommen. Damit war zwar Beyond Paramounts stärkster Film in diesem Jahr gewesen, allerdings war es kein finanzieller und lukrativer Erfolg gewesen, der auch vermutlich sogar Miese gemacht haben könnte bei den beteiligten Filmstudios. Nichtsdestotrotz wurde schon damals ein vierter Film angekündigt, bei dem damals schon die Rückkehr von Chris Hemsworth’s Charakter George Kirk in Aussicht gestellt wurde. Nachdem es eine Zeit lang still geworden ist um das Projekt, scheint in den letzten Monaten das Projekt für Paramount wieder wichtiger zu werden, denn zu dem vierten Film konnte nicht nur S.J. Clarkson als Regisseurin gewonnen werden, sondern auch ein weiterer Film mit Quentin Tarantino könnte schnell danach produziert werden.

Da immer wieder auch mal die Frage aufkommt, ob und wie die Star Trek-Film-Charaktere auch bei Star Trek Discovery auftauchen könnten, sei gesagt, dass bei den Rechten mittlerweile eine ähnliche Situation herrscht wie bei Marvel Studios und den Fox-Marvel-X-Men-Filmen. Denn CBS hat die TV-Rechte an Star Trek, während Paramount die Filmrechte hat. Das führte mehr oder weniger auch dazu, dass die Filmsparte mittlerweile ein eigenes Filmuniversum entwickelt hat. Grösster Unterschied, der sich gerade schon zeigt ist unter anderem die Rolle des Captain Pike der im  Film-Universum von Bruce Greenwood gespielt wurde und Anson Mount wird die gleiche Rolle bei Star Trek Discovery übernehmen. Auf der Comic Con in San Diego wurde sogar davon gesprochen, dass schon ein Schauspieler für Spock gefunden worden sei, allerdings wurde dies noch nicht näher erwähnt (und Rebecca Romijn als Number One).

Aber kommen wir zurück zu Star Trek 14 (wenn man alle Filme zusammenzählt). Wie schon oben gesagt soll der vorherige Film mit einem Verlust geendet haben und dies soll auch der Grund dafür sein, dass bei den Verhandlungen angeblich geringere Gagen vom Studio angeboten sein sollen als erwartet: Das Studio scheint also sparen zu wollen. Und das bei den beiden grössten Stars: Chris Pine ist derzeit wieder bei den Dreharbeiten zu Wonder Woman 1984 dabei und Chris Hemsworth steht nun am Ende seines Marvel-Vertrags. Mit diesen Filmen spielen beide Schauspieler als jeweils Hauptdarsteller in ihren Filmen jeweils mehrere hunderte an Millionen US-$ ein.

Allerdings hat das Star Trek Film Franchise ein größeres Box-Office Problem. Denn zu hohen Produktionskosten stehen vergleichsweise geringere Einnahmen an den Kinokassen gegenüber. Von allen Star Trek Filmen war Into Darkness der bislang erfolgreichste mit knapp 470 Mio US-$. Dementsprechend ist die Taktik des Studios klar, dass dieses nun versucht einen möglicherweise teuren Flop durch Budgetkürzungen erträglicher zu gestalten. Erst im vergangenen Jahr hat nämlich ein teurer, ambitionierter Sci-Fi-Film ein Filmstudio in starke Verluste getrieben, nämlich EuropaCorp’s Valerian, bei dem das Studio insgesamt um die 100 Mio US-$ verloren hat und dabei grosse Teile der Belegschaft abtreten musste. Und auch Paramount ist derzeit Teil einer Übernahme-Verhandlung, denn seit Monaten wird bereits über eine Zusammenführung von CBS und der Paramount-Mutter Viacom verhandelt (auch wenn die Verhandlungen eher einer juristischen Schlammschlacht ähneln…).

Dementsprechend ist die Zukunft von Star Trek IV nun unklar. Die Verhandlungsparteien könnten sich wieder am Verhandlungstisch treffen und es könnte eine Einigung erfolgen. Oder beide Charaktere müssten durch billigere Schauspieler ersetzt werdsen. Oder die Story müsste umgeschrieben werden. Oder Tarantino’s Projekt könnte vorgezogen werden. Eine gute Nachricht gibt es aber dennoch: Zoe Saldana, Zachary Quinto, Karl Urban, Simon Pegg und John Cho sollen jeweils kurz vor einem Vertragsabschluss stehen. Bereits im Juli bekannt, dass Dinai Gurira (Okoye „Black Panther“, „Avengers: Infinity War“, Michonne „The Walking Dead“) eine Rolle im Film bekommen könnte.