Fans von J. K. Rowlings Franchise warten bereits gespannt auf den zweiten Teil der „Phantastische Tierwesen“-Reihe, welcher im November dieses Jahres endlich auf der großen Leinwand zu sehen sein wird. Bis dahin bleibt genug Zeit, um sich in den kommenden Wochen in Sachen Tierwesen fit zu machen.  Werfen wir nochmal einen Blick auf die Fan-Favoriten des ersten Teils, die ihren großen Erfolg nicht zuletzt der Tatsache verdanken, dass sie niedliche und einzigartige Haustiere abgeben würden.

Wer auf keinen Fall Spoilern, Leaks oder Trailer-Inhalten für „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ ausgesetzt werden möchte, liest lieber erst nach dem Kinogenuss im November weiter, da sich ein winziger Spoiler im Text versteckt hat.

 

Der Niffler

Dieses diebische Wühltier gehört zu einem der unumstrittenen Fan-Lieblinge. In der Standardlektüre für Hogwarts-Schüler „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ wird der knuffige, magische Hybrid aus Maulwurf und Schnabeltier als ein Wesen der Klasse XXX vorgestellt. Nach dieser Klassifizierung des Zaubereiministeriums handelt es sich um ein Tierwesen, welches von fähigen Hexen und Zauberern durchaus zu bändigen ist. Im ersten Teil der Filmreihe um den jungen Newt Scamander bekamen die Zuschauer bereits einen guten Eindruck von der Gerissenheit dieses kleinen Langfingers. Einleuchtend, dass es einiger Erfahrung bedarf, um ihn im Zaum zu halten. Die ausgeprägte Vorliebe für glänzende und glitzernde Dinge, machen Niffler vor allem zu perfekten Haustieren für Kobolde, die sie in der Erde nach Schätzen und Wertsachen wühlen lassen. Zudem sind sie zutraulich, nicht ganz unwichtig für Geschöpfe, welche man sich als Gefährten halten möchte. Für den Muggelhaushalt sind die kleinen Wühler jedoch nur geeignet, wenn ihre Besitzer nicht zu sehr an ihren Wertgegenständen hängen. In freier Wildbahn findet man die ursprünglich britischen Geschöpfe unter der Erde, wo sie in Tunnelsystemen  bis zu sieben Meter unter der Erde leben. Niffler gebären bis zu acht Junge pro Wurf. Die flaumigen, putzigen Baby-Niffler können im kommenden Film bewundert werden, wie Newt-Schauspieler Eddie Redmayne auf der Comic-Con 2018 bereits verriet. Wir sind gespannt und üben schon mal die Aahs und Oohs.

 

Der Bowtruckle

Seit Herbst 2016 wollen wir doch alle einen kleinen Baumwächter, der stark an Tarnkünstler wie die Gespenstschrecke erinnert, wenn wir ehrlich sind. Mit der Klassifizierung XX, also harmlos und als Haustier abzurichten, eignet sich der niedliche Bowtruckle für diesen Zweck sogar ganz gut. Tolle Neuigkeiten für alle Tierwesenliebhaber aus dem Süden Deutschlands, denn dort ist er, ebenso wie in Westengland und den Wäldern Skandinaviens, heimisch. Allerdings ist er in seiner natürlichen Umgebung, wegen seines baumrinden- oder zweigartigen Aussehens, kaum zu erkennen. Vielleicht ließe sich mit den richtigen Ködern einer ergattern, denn das scheue Wesen ernährt sich von Insekten. Aber Vorsicht bei der Jagd nach einem neuen Gefährten: Der Bowtruckle besitzt scharfe Klauen, mit denen er Menschen auch schon mal die Augen auskratzt, wenn diese seine Baumbehausung beschädigen wollen. Als Ablenkung haben sich leckere Holzläuse bewährt, die das kleine Zweigwesen besänftigen. Praktisch für Bowtruckle-Halter ohne magischen Hintergrund: Insekten und Lausgetier als Futter findet man in jedem Zoowarenladen. Zudem dürfte nach dem ersten Teil der Filmreihe jedem klar sein, dass dieses Wesen jedes Dietrich-Set ersetzt und so einen idealen Begleiter für alle darstellt, die sich gern mal aus ihrer eigenen Wohnung aussperren oder einen eigenen Schlüsseldienst betreiben.

 

Der Demiguise

Wer fand ihn nicht niedlich, als er seinen ersten Auftritt im Film hatte? Newts Demiguise hat die Herzen der Fans im Sturm erobert und ist einer der absoluten Favoriten. Mit der Klassifizierung XXXX, gefährlich, gehört er jedoch zu den magischen Geschöpfen, die nur mit Fachwissen von entsprechend ausgebildeten Hexen und Zauberern gehalten werden sollten. Aber was Rubeus Hagrid nicht von der Anschaffung eines Tierwesens abhält, kann auch uns nicht erschrecken.  Schwierig wird es jedoch, ein solches Geschöpf ausfindig zu machen, wenn man nicht grade im Fernen Osten lebt. Selbst wenn man in der passenden Gegend nach diesem Wesen schaut, gestaltet sich die Suche als kompliziert, da es sich bei Gefahr unsichtbar macht und nur von erfahrenen Demiguise-Fängern gefunden werden kann. Das affenähnliche Tierwesen ist friedlich und ein reiner Pflanzenfresser, der sich durch große, traurige Augen auszeichnet, denen er auch seinen hohen Niedlichkeitsfaktor verdankt. Sein Körper ist über und über bewachsen mit langem, seidenem Haar, welches silbern schimmert. Demiguise-Pelze sind begehrt, da sich das Haar für die Verarbeitung in Tarnumhängen eignet.

Für Muggel dürfte sich die Haltung als Herausforderung gestalten, sofern das Wesen nicht mit Glöckchen ausgestattet ist, die beim Wiederfinden eines unsichtbaren Demiguise als Hilfsmittel fungieren. Es wird außerdem dringend davon abgeraten, einen Demiguise in einem Haushalt zu halten, in welchem es bereits einen Ghul gibt. Eine Paarung zwischen Ghul und Demiguise kann ein Nachtwesen mit dem Namen Hintertück hervorbringen, welches Menschen zu seiner bevorzugten Beute zählt.

 

 

 

Quellen:

Buch: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, Verlag: Carlsen, Erscheinungsjahr in Deutschland: 2001

Film: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, Warner Bros. Entertainment, Erscheinungsjahr: 2016

www.pottermore.com/news/introducing-the-baby-nifflers-in-fantastic-beasts-the-crimes-of-grindelwald

 

Bilder:

Film: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, Warner Bros. Entertainment, Erscheinungsjahr: 2016