Im aktuellen Empire-Filmpodcast gibt es ein Spoiler-Special zu Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen.

Dort interviewt Potterhead Ben Travis den Regisseur David Yates und Produzenten David Heyman zu den größten Twists des Films und stellt einige Fragen.

Ich habe den Podcast für euch mal zusammengefasst und übersetzt. Da ich leider die Stimmen der beiden nicht wirklich kenne, verzeiht mir, wenn ich nicht genau festgehalten habe, wer der beiden das nun genau gesagt hat – eigentlich ist es auch unwichtig, da sie für den Schaffensprozess beide essenziell sind.

Sollte es nicht klar sein: Es folgen Spoiler zu Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen.

 

FANTASTIC BEASTS: THE CRIMES OF GRINDELWALD;
Credit: Warner Bros. Pictures

 

 

Travis fragt die beiden, wie Credence aka Aurelius Dumbledore in den Familienbaum passt und was sie über diesen Moment der Enthüllung verraten können/dürfen [ca. 5:00]:

Es war immer der große Höhepunkt seit dem ersten Skriptentwurf und es wird noch viel darüber in der nächsten Geschichte [FB3] kommen. Um darüber und über den Stammbaum nichts zu verraten, können wir jedoch sagen, dass wir ziemlich baff waren, als wir das erste Skript lesen durften und erfuhren, dass Credence tatsächlich ein Dumbledore ist. Wir wussten nicht, dass das geschieht und wir waren beide sehr überrascht.

Er geht nicht sehr ins Detail, schneidet jedoch an, dass es eine „Auflösung“ zu Beginn von Teil 3 geben wird, welche „lovely“ sei. Hier sollen wir einige Dinge erfahren.

 

[ca. 6:30] Außerdem wird darüber gesprochen, dass wir, je weiter wir mit den FB Filmen kommen, „näher“ an den Anfang von Harry Potter rücken, dass die „Verbindung“ zwischen den Geschichten etwas klarer werden und dass diese Geschichte uns zeigt, wie Dumbledore zu dem wurde, den wir kennen – dies in den FB Filmen ist nicht „unser“ Dumbledore.
Dumbledore ist geplagt von Dämonen. Wenn er Newt oder Harry „manipuliert“, dann tut er dies nicht aus Bosheit – er will auf keinen Fall, dass ihnen etwas schlimmes zustößt, er tut all das für seine eigene Version des „größeren Wohls“. Grindelwald redet nur darüber, doch Dumbledore tut es tatsächlich – die Zaubererschaft UND die Menschheit beschützen.

 

[ca. 8.00] Im Film wird offenbart, dass Dumbledore Newt nach Amerika schickte, um sich dort um den Obscurus/Credence zu kümmern – es steht die Frage im Raum, ob Dumbledore über Aurelius bescheid weiß.
Das ist eine Schlüsselfrage. Das Ding ist: Wenn er weiß, dass Credence sein Bruder ist, dann bringt das in meinen Augen einige Probleme mit sich. Da gibt es also eine Erkenntnis. Dumbledore wird immer als allwissend dargestellt, aber selbst der brillante Verstand von Albus Dumbledore kann manchmal nicht über den Tellerrand blicken.

Sie sprechen darüber, dass sie zwar wissen, was im dritten Teil passieren wird, Rowlings Skript sich aber immer noch ändern kann. Momentan sieht es jedoch so aus, dass es da auch für Dumbledore eine Enthüllung gibt. Außerdem sagen sie, dass sie Grindelwalds Verbrechen so entwickelt haben, dass Albus keine Ahnung hat, wer Credence wirklich sei – sonst hätte sich die Geschichte ganz anders entwickelt.

 

[ca. 9:30] Außerdem habe sich J.K. Rowling mit Jude Law hingesetzt und ihn über die gesamte Geschichte seines Charakters aufgeklärt, damit er diesen Charakter komplett und „richtig“ verstehen und verkörpern kann. Sie habe ihm Dinge erzählt, die noch keiner zuvor gewusst habe.

Die beiden haben keine Ahnung, ob der Phönix am Ende des Films Fawkes sei oder irgendein anderer Phönix.

 

 

[13:00] Es wird darüber gesprochen, dass Queenie die Seiten wechselt und dass sie davon wussten, als sie den ersten Film fertigstellten. Sie teilten es der Schauspielerin mit, noch bevor sie selbst den ersten Entwurf des Skripts sehen konnten.

Ich denke, dass die Tatsache, dass sogar Queenie überlaufen kann, sehr wichtig ist. Für mich ist Grindelwald ein wesentlich erschreckender Schurke, als Voldemort. Denn Voldemort war das reine Böse. Die Leute folgten ihm wegen seiner Macht und seiner Einschüchterung. Das Ding bei Grindelwald ist, dass er Sinn ergibt. Er spricht die Begierden der Menschen an. Er versteht seine Zuhörer und gibt ihnen, was sie wollen, damit sie ihm folgen. Da verstehe ich Queenie, die mit Jacob zusammen sein will, auch wenn das magische Gesetz es ihr verbietet. Man sieht, dass Grindelwald ihr erzählt, dass sie in seiner Welt haben kann, was sie möchte und daher versteht man auch, warum Queenie sich ihm anschließt.
Für mich ist Grindelwald ebenfalls aktuell. Er ist gegenwartsnah. Aber er ist auch, da die Geschichte sich immer wiederholt, ein zeitloser Schurke. Ich denke, er ist sehr erschreckend.

 

 

[15:00] Das „Finale“ mit den blauen Flammen sehen die beiden als sehr wichtig an, da es dafür steht, dass man sich gemeinsam gegen etwas erhebt – es sei eine Art „Feier“, um sich zusammenzuschließen gegen etwas, das falsch sei und dass man nur gemeinsam die Dunkelheit vertreiben kann. Die magischen Flammen sind mächtige Magie von Grindelwald, welche für seine extreme Ideologie stehen sollen und die Botschaft, die die Crew daran toll fand ist, dass man gemeinsam stärker gegen so eine Ideologie ist.

 

Ist Leta wirklich tot? Ist das das Ende ihrer Geschichte? Kehrt sie zurück?
Wenn du stirbst, dann stirbst du. Ich denke, dass der Tod in Jos Universum „echt“ ist. Das ist ein wichtiger Bestandteil in den Büchern und in den Filmen, dass Harry zwar eine Vision von DUmbledore haben kann und auf den Fast-Kopflosen-Nick in Hogwarts trifft, aber dennoch der Tod eine endgültige Sache ist. Tot ist tot. Das macht es noch schmerzvoller.
„Was nicht bedeutet, dass Charaktere nicht in eine Art Geister-Form mit Botschaften zurückkehren können. Aber ich stimme zu – wenn jemand stirbt, dann bleibt er tot.

 

[18:00] Es wird gefragt, wen Leta mit „Ich liebe dich“ meinte – Newt oder Theseus.
Während einer der beiden es schön findet, dass wir keine Klarheit haben, denkt der andere, dass sie beide damit angesprochen hat. Theseus ist der Mann „von Heute“. Ihn würde sie heiraten, wenn sie das alles überlebt und ihn liebt sie. Newt sei ihre erste Liebe und wird es auch immer sein.

 

Es wird über den Blutschwur geredet und was ihn vom unbrechbaren Schwur unterscheidet – sie können nicht gegeneinander kämpfen und wenn sie ihn doch brechen, dann muss Dumbledore einen fürchterlichen Preis zahlen [hierzu haben wir selbst in unserem Podcast Mysteriumsabteilung eine Theorie aufgestellt, nach welcher Dumbledores Schwester Ariana nur starb, weil Albus den Schwur einmal gebrochen hat und bei einem nächsten „Bruch“ würde sein Bruder Aberforth dranglauben] und dass er es sich nun zur Aufgabe macht, etwas dagegen zu tun – was Teil der nächsten Geschichte sein wird. Sie wollen nicht zu viel verraten, da man vermutlich sehen wird, was passiert, wenn der Schwur gebrochen wird.
Außerdem denken die beiden, dass sie die innige Beziehung zwischen Grindelwald und Dumbledore, als sie den Blutschwur schlossen, sehr gut einfangen konnten, ohne viel zu zeigen.
[20:26] Die beiden geben außerdem zu, dass Jo ihnen klar gesagt hat, dass die beiden eine sexuelle und emotionale Beziehung hatten und dass sie großes Augenmerk darauf legt, die emotionale Verbundenheit der beiden darzustellen.

Diese Beziehung hat außerdem aus Dumbledore den Menschen gemacht, der er jetzt ist – es hat ihn unfassbar geprägt.

 

Es wird nach Grindelwalds magischer Totenkopf Shisha gefragt. „Grindelwald ist ein Seher. Er hat die Fähigkeit, in die Zukunft zu blicken und dieses Totenkopf-Gerät ist eine Möglichkeit für ihn, seine Visionen mit den Menschen, die ihm folgen, zu teilen. Es ist also ein fundamentaler Bestandteil der Magie, aber er hat noch immer die Fähigkeit der Voraussicht – was nochmal eine weitere Bedrohung für unsere Schlüssel-Figuren sein wird.
Außerdem hat die magische Totenkopf-Shisha keinen offiziellen Namen, daher bleiben wir selbst bei unserer tollen Beschreibung.

 

Die Szene, in der zunächst die Eltern und dann das Kind in der Pariser Wohnung ermordet werden, soll eine klare Anspielung auf Harry Potter und der Nacht sein, in der Lord Voldemort scheiterte, ihn zu töten. Es sollte eine Art „Echo“ sein.

 

Und natürlich wird auch über McGonagall geredet, die tatsächlich unsere Minerva McGonagall ist
„Ich fand es wundervoll McGonagall wieder in der Geschichte zu haben. Ich weiß, dass einige Fans damit Probleme haben. Für mich ist es großzügig und ein Gewinn so eine ikonische Figur wieder in der Welt zu sehen. Es ist schön. Und es ist Jos Welt – also kann sie irgendwie machen, was sie will.