Die letzten paar Tage waren durchaus bewegt im Star Trek Universum. Das Kelvin-Universum scheint nun endgültig gestorben zu sein, neue Infos zur Captain Picard-Serie und nun wurde für CBS-All Access die mittlerweile vierte Serie in Auftrag gegeben.

 

Die wilde Star Trek Woche begann am vergangenen Dienstag, als bekannt wurde, dass die bisherige Regisseurin des geplanten vierten Star Trek Films des Kelvin-Universums S. J. Clarkson als Regisseurin und Ausführende Produzentin der kommenden Game of Thrones-Prequel Serie von HBO bekannt gegeben wurde. Dabei soll HBO direkt zugeschlagen haben, als bekannt wurde, dass sie verfügbar sei, da ihr vorheriges Projekt eingestellt worden sei, so deadline.com. Quasi in einem Nebensatz wurde dabei erwähnt, dass als Folge dessen Star Trek 4 wohl komplett eingestellt wurde. Bereits im vergangenen Sommer gab es erste Berichte über Schwierigkeiten hinter den Kulissen. Angeblich sollen Vertreter von Chris Pine und Chris Hemsworth Gehaltsverhandlungen abgebrochen haben, denn Paramount soll versucht haben die Gehälter beider Stars zu kürzen. Seitdem gab es keine weiteren Berichte über weitere Vertragsverhandlungen. Damit steht in den Sternen, ob es weitere Abenteuer rund um die Enterprise im Kelvin-Universum geben könnte.

 

Kurz darauf gab es mehrere Interviews mit dem Show-Runner Alex Kurtzman von Star Trek bei CBS: All Access. Er wurde dabei u.a. auch zur Captain Picard Serie gefragt. Verraten hat er dabei nur, dass „Picards Leben radikal verändert wurde, nachdem sich das romulanische Reich aufgelöst hat“. Bringt man diese Aussage in den historischen Star Trek Kontext, dann macht das durchaus Sinn. Denn nachdem der Picard-Klon Shinzon sämtliche romulanischen Senatoren umbringen liess, sich selbst zum Prätor erklärte, aber dann von Picard gestoppt wurde, gab es kurze Zeit danach ein weiteres folgenschweres Ereignis. Romulus wurde knapp 10 Jahre später durch eine Supernova zerstört und führte dabei indirekt dazu bei, dass Nero durch einen Zeitsprung das Kelvin-Universum kreiirte. Die Picard Serie wird bis Ende 2019 erwartet.

 

Neben der Animationsserie „Lower Decks“ wird ebenfalls an einer weiteren Serie gearbeitet. Am Montag wurde dabei bekannt gegeben, dass Michelle Yeoh bereits als Hauptdarstellerin gewonnen wurde. Michelle Yeoh war bereits in der ersten Staffel von Star Trek Discovery als Captain Georgiou aufgetreten, nahm dabei aber ein sehr frühes Ende, kam allerdings im späteren Verlauf wieder auf die Discovery zurück (alles weitere wäre ein massiver Spoiler für den großen Twist der ersten Staffel). Bereits für das Staffelfinale wurde eine Szene gedreht, die dann aber rausgeschnitten wurde, die zeigte, wie die Black Ops-Abteilung der Sternenflotte Sektion 31 versucht Georgiou zu rekrutieren. Dies soll der Beginn einer längeren Storyline der zweiten Staffel sein und könnte als Grundlage für die nun kommende Spin-Off-Serie werden. In den sozialen Medien wird schon mit dem Spruch „Wo noch keine FRAU zuvor gewesen ist“ gehyped. Ausser Captain Janeway vielleicht.

Entwickelt soll die Black Ops Serie von Bo Yeon Kim und Erika Lippoldt. Ende der Woche startet in den USA auf CBS: All Access und einen Tag drauf international auf Netflix die zweite Staffel von Star Trek: Discovery.

 

Ach ja… eine weitere Meldung aus dem Business-Bereich gibt es auch noch. Die Star Trek-Lizenz ist ja bekanntlich aufgesplittet worden im Jahr 2005, als der damalige CBS-Mutter-Konzern Viacom die TV-Sparte CBS ausgliederte und die TV-Rechte von Star Trek an CBS übergab. Die Filmrechte blieben dabei bei Paramount. Erst nach einigen Jahren war es CBS nach einem Embargo wieder möglich gewesen neue Star Trek Serien zu entwickeln. Dies ist auch einer der Gründe dafür, wieso zum Beispiel die neuen Filme in einem neuen Universum spielen, unabhängig vom normalen Prime-Universum. Im vergangenen Jahr haben CBS und Viacom versucht, im Schatten der Fox-Disney, Sky-Comcast und AT&T-Time Warner-Übernahmen, wieder zu fusionieren, um in Zukunft mithalten zu können mit den neuen Entertainment Giganten. Das grösste Problem lag aber in einer üblen Schlammschlacht zwischen den Mitgliedern der beiden Vorständen, mit u.a. der sehr reichen Redstone-Familie und Les Moonves. Dies führte dazu, dass nach mehreren Monaten und langen Verhandlungen die Beziehungen abkühlten und nicht weiter fortgeführt wurden. Les Moonves ist allerdings kurze Zeit später nach Bekanntwerden mehrerer Klagen wegen sexueller Belästigungen aus dem Konzern geschmissen worden und Teile des Vorstandes wurden mit ersetzt. Der neue Vorstand scheint nun wieder auf Viacom zuzugehen. Sollten CBS und Viacom wieder zusammengehen, wäre damit die Star Trek Lizenz wieder unter einem gemeinsamen Dach. Von daher wird es in den kommenden Monaten sehr spannend werden rund um das Thema Star Trek.