Star Trek Discovery „Licht und Schatten“

 

Wie immer gilt unsere Spoilerwarnung, weil so einfach freier über die Geschehnisse sprechen können. Nachdem wir in der letzten Folge das vorläufige Highlight dieser Staffel bestaunen durften, geht es diese Woche rasant weiter. Kern dieser Episode ist der Konflikt für die Familie alles zu tun, sowie der Wille sich selbst zu beweisen. Darüber hinaus begegnen wir endlich Spock und sehen mehr von der vulkanischen Heimatwelt. Die Discovery bekommt darüber hinaus Besichtigung aus der 500 Jahre entfernten Zukunft.

 

 

Burnham & Spock

 

Zu Beginn reist Burnham nach Vulcan, um von ihrer Mutter Amanda etwas mehr über Spock und dessen Aufenthaltsort zu erfahren. Wir sehen eine wunderschön designte vulkanische Stadt, einiges an Vegetation und Bauwerken. So in der Art gab es das noch nie und eröffnet uns ein wenig mehr die Welt der logischen Vulkanier. Sonst gab es immer nur abschüssige Felsenlandschaften oder rituelle Höhlen zu sehen. Im Grunde ist es alles so wie man es sich vorstellt. Alles eher in Rottönen gehalten, irgendwie einladend. Burnham erfährt jedenfalls von ihrer Mutter, dass sie Spock eben in einer solchen Höhle versteckt und er dort durch spezielle Steine isoliert wird um nicht über den telepathischen Weg von irgendwelchen anderen Vulkanen gefunden zu werden. Spock wirkt sehr manisch und abwesend, wiederholt ständig die logischen Grundsätze der Vulkanier. Darüber hinaus kritzelt er unentwegt die Zahlen 841947 an die Wand. Was diese zu bedeuten haben erfahren wir später. Wir erfahren, von Amanda, dass Spock seit er klein war an einer Lernschwäche leidet. Burnham nimmt Spock nach einen moralischen Disput zwischen Sarek und Amanda, mit zu Sektion 31, wo ihm nach Sarek’s eigener Aussage „am besten geholfen werden kann“.

 

Sektion 31

Spock wird an Bord von Capt. Leland’s Schiff ruhig gestellt. In einem Moment der Zweisamkeit, fällt Burnham auf, dass Spocks Zahlen in der verkehrten Reihenfolge gekritzelt wurden, was diese aber genau sind weiß sie noch nicht. Leland verspricht Burnham, dass es Spock wieder gut gehen wird und sie doch besser zur nächsten Sternenbasis fliegen sollte um sich auszuruhen. Währenddessen will er bei Spock ein Gerät einsetzen, welches seine „Gedanken wieder in Ordnung“ bringt. Georgiou verfolgt natürlich eigene Ziele, weiht Burnham daraufhin ein, dass besagtes Gerät Spocks Verstand und Erinnerungen komplett zerlegen würde und er danach vermutlich nicht mehr zu gebrauchen wäre. Beiläufig weisst sie Burnham darauf hin, dass sie viel mehr über Burnham wüsste, als sie glaubt, aber sie dazu „später“ mehr sagen könne. Sehr kryptisch. Burnham vertraut Georgiou und nimmt Spock mit auf ihr Shuttle und flüchtet. An Bord gibt sie die Zahlen 749148 dem Computer, welcher daraufhin einen Planten ausspuckt. Talos IV. Jeder Trekkie weiß, was das bedeutet. Burnham setzt direkten Kurs zu dem gefährlichen Planeten.

 

                    

 

 

An Bord der USS Discovery

 

Die Discovery befindet sich noch immer über dem Heimatplaneten Saru’s, als plötzlich das rote Signal einen Riss in der Zeit erschafft und darin verschwindet. Die Anomalie bleibt geöffnet. Der Vorschlag eine Sonde hinein zu schicken findet Anklang, nur muss dies per Shuttle passieren, da die Discovery zu sehr gefährdet werden würde. Pike und Tyler starten ein Shuttle mit einer Sonde an Bord um den Zeitriss zu untersuchen. Kurz nach dem abschiessen der Sonde, gerät das Shuttle in eine Art Sog und verschwindet in der Zeitanomalie. Die Discovery geht alle Optionen durch, bis man auf die Idee kommt Stamets erweiterte Wahrnehmung des Netzwerks zu nutzen, dieser Plan gelingt. Die Discovery schafft eine Verbindung zum Shuttle.

 

An Bord des Shuttles

Inzwischen auf dem Shuttle kommt es zu einigen unterhaltsamen Wortgefechten zwischen Pike und Tyler. Pike kommt auf die Idee Plasma aus dem Shuttle zu lassen und so auf sich aufmerksam zu machen. Kurz darauf wird das Shuttle von der eben erst abgeschossenen Sonde attackiert. Pike, vermerkt schnippisch, dass diese Upgrades bekommen hat, den ein Scan verrät, dass die Sonde 500 Jahre aus der Zukunft kommt. Die Sonde greift das Shuttle ganz im Stile der „Matrix Wächter“ an und verletzt dabei Tyler leicht. Ein abgeschossenes Teil der Sonde verbindet sich mit dem Computer des Shuttles und startet einen Scan des Föderrations-Datenkerns. Das sieht auch Lt. Cmdr. Ariam, die die Anzeigen des Shuttles auf die Brücke des Discovery streamt. Stamets gelingt es durch die Lokalisierung der Plasmaausstösse sich an Bord des Shuttles zu beamen. Von Hand schickt er der Discovery die Koordinaten zum herausbeamen. Pike aktiviert die Selbstzerstörung des Shuttles und ganz knapp schaffen es alle zurück Bord. Im Moment der Explosion sieht man Ariams Augen rot aufleuchten bis sie uns mitteilt, dass alle Safe an Bord sind.

 

          

 

 

Fazit

 

Viel mehr als nur eine Fillerfolge. Es werden nun Spannungsbögen geöffnet wie z.B. die Bemerkung von Georgiou oder auch die roten Augen von Ariam. Ebenso ist der Verbleib von Burnham auf Talos IV interessant. Staffel 2 zieht nun so langsam gewaltig an und zeigt uns deutlich, dass die Serie nicht nur ihren Ton gefunden hat, sondern auch dramaturgisch auf dem richtigen Weg ist. Die Effekte sind wieder einmal Kinoreif, ebenso steigern sich die Darsteller von Folge zu Folge. Mir gefällt es ebenfalls, dass nahezu jeder Charakter eine echte Entwicklung durchmacht und wir die Crew richtig kennenlernen. Es steht jetzt schon fest, dass einige Figuren einen anderen Stand am Ende der Staffel haben werden, als zu Beginn. Das ist immer wichtig und macht eine gute Figurenzeichnung aus. Ich gebe zu, das fehlte Staffel 1 ein wenig. Grade jetzt haben wir drei Handlungsstränge, die jeder für sich spannend sind. Die Absichten von Sektion 31, Spocks Geschichte und natürlich der rote Engel. Wenn wir jetzt noch einige bekannte Spezies im modernen Design zu sehen bekommen würden, das wäre die Krönung. Romulaner wo seid ihr?

Sei es drum, die Serie entwickelt sich und grade jetzt wo auch Staffel 3 genehmigt wurde, dürften uns noch viel spannender Content bevorstehen.

 

Ich gebe der Folge gute 7,5 /10 Punkte.