Update vom 21. August: Der Hollywood Reporter hat zwischenzeitlich eine schriftliche Mitteilung eines Sony Sprechers erhalten. Dabei bedauert Sony Disney’s Entscheidung, Kevin Feige nicht mehr als zukünftigen Produzenten des nächsten Live-Action Spider-Man Films zu verwenden. Sony vermutet dabei, dass Feige mit der Integration der Fox-Marvel-Charaktere zu viel zu tun hätte. Sony hofft, dass dies sich in der Zukunft ändern könnte, aber verstehe, dass Disney ihm zu viele Verantwortungen übertragen hätte, so dass er nun zu wenig Zeit hätte, um sich um geistiges Eigentum zu kümmern, das ihm nicht gehöre (Originalnachricht folgt).

Innerhalb von zwei Tagen gab es nun von Sony zwei unterschiedliche Nachrichten, die beide etwas mit Spider-Man zu tun hatten. Am Montag, den 19. August veröffentlichte Sony Interactive Entertainment um genau 21 Uhr deutscher Zeit, dass sie das externe Studio Insomniac Games aufkaufen würden. Insomniac war für das großartige Spider-Man Spiel für die PS4 verantwortlich, das sich mittlerweile bis Ende Juli weltweit bis zu 13,2 Millionen mal verkauft haben soll. Eine tolle Nachricht, denn Spider-Man ist eines der meist-verkauftesten PS4-Exklusivspiele dieser Konsolengeneration.

Knapp 24 Stunden später gab es dann aber die nächste Spider-Man/Sony-Nachricht. Aber keine sonderlich gute. Schauen wir zuerst einmal ein paar Wochen zurück.

Kurz nach Veröffentlichung von Spider-Man – Far From Home berichtete ein Branchenmagazin über bisher unbekannte Klauseln aus dem originalen Deal zwischen Marvel Studios und Sony Pictures, die Spider-Man in das MCU brachten. Als im Februar 2015 der Deal zwischen Disney und Sony bekannt wurde, der Spider-Man ins MCU bringen soll, war zu anfangs nur von maximal 2 Solofilmen, sowie einzelnen Auftritten in Filmen wie Captain America: Civil War oder Avengers: Infinity War die Rede. Mittlerweile sind diese Filme schon im Kino gelandet mit sehr großem Erfolg. Spider-Man: Far From Home hat mittlerweile mehr als 1,109 Milliarden US-$ weltweit eingespielt und ist nach unserer Recherche seit wenigen Tagen damit der erfolgreichste Film von Sony Pictures aller Zeiten, denn Skyfall hat *nur* 1,108 Milliarden US-Dollar eingespielt.

Doch bevor Far From Home mehr als eine Milliarde einspielte, war diese Zahl in ein besonderes Licht gerückt worden. Sollte Far From Home mehr als Milliarde US-$ einspielen, wäre Marvel Studios in der Lage, einen weiteren dritten Film innerhalb des MCU zu entwickeln.

Laut Informationen der Branchenwebseite deadline sollen aufgrund dieser guten Zahlen und Ergebnisse die Verhandlungen über die Zukunft Spider-Mans im MCU zwischen Sony und Disney begonnen haben. So soll es bei den Verhandlungen um bis zu zwei weitere Fortsetzungen der Spider-Man Filme mit Tom Holland und Jon Watts gegangen sein. Mehrere Quellen sollen davon berichten, dass im ursprünglichen Abkommen Marvel Studios zwar die Filme produzieren sollte, allerdings dafür nur insgesamt 5% der Einnahmen bekam. Disney soll nun allerdings für die Folgefilme gefordert haben, die Einnahmen im Verhältnis 50-50 zu verteilen. Sony dagegen bestand darauf, das alte Abkommen in ähnlicher Form weiterzuführen.

Irgendwann sollen dann die Verhandlungen erfolglos abgebrochen worden sein. Die Folgen sind bislang noch nicht abzusehen. Als direkte Folge dieses Verhandlungsabbruchs sollen Kevin Feige und Marvel Studios als Produzenten der Fortsetzungen rausfliegen. Da die bisherigen beiden Spider-Man Titel voller Bezüge auf das MCU waren, könnte es für die Kombination Tom Holland und Jon Watts schwierig werden, wie die Geschichte fortgesetzt werden könnte. Mit dieser Konstellation wird eine Fortsetzung innerhalb des MCUs schlicht unmöglich. Möglicher scheint aber durchaus eine Flucht durch das Multiversum zu sein, da Filme wie Venom oder der derzeit noch produzierte Morbius-Film bislang ein Spider-Man-loses Spider-Man-Universum aufbauen (das ist jetzt Spekulation unsererseits).

Damit sieht die Zukunft Spider-Mans also noch trostloser aus, als nach dem Schnipser von Thanos…