Willkommen bei meinem neuen Format. Couchkritik. Hier erzähle ich euch in ein paar Zeilen, ziemlich kompakt, warum ich etwas mag – oder auch nicht mag. Also viel Spaß!


Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber für mich macht HBO immer noch die besten Serien. Dieses mal geht es um die Drama-Polit-Serie Show Me a Hero.

Die Serie handelt vom jungen Stadtrat Nick Wasicsko, der US-Stadt Yonkers, der irgendwie in das Bürgermeisteramt rutscht. Mehr Kommunalpolitik, weniger Weltpolitik à la House of Cards. Trotzdem spannend. Sie spielt zwischen 1987 und 1993.

Die Serie setz ein, als ein US-Gericht ein Urteil für sozialen Wohnungsbau in der ganzen Stadt fällt. Das war dazu gedacht, die Integration voranzutreiben. Das löst in der Stadt großer Proteste – der vor allem weißen Bevölkerung – aus. Die wollten keine Sozialwohnungen in ihren Straßen haben, da sie immense Vorurteile hatten. Damals war die Gettobildung noch „normal“.

Der Titel kommt vom Zitat:

“Show me a hero and I’ll write you a tragedy”


Und das beschreibt die Serie sehr gut. Insgesamt ist die Serie eine Erzählung des Scheiterns. Scheiterns der intoleranten Einwohner, unfähigen Stadträten und vor allem der Hauptfigur.

Die Geschichte von Nick Wasicsko ist Tatsächlich eine Tragödie. Und diese lohnt sich zu ergründen.

Spannende Drama-/Politserie, die auf wahrer Begebenheit beruht und zeigt, was eine ordentliche Integration aller Einwohner ausmacht, die Angst der Veränderung und was Politik doch ab und an für Geschäft ist. Vielleicht ist die Serie aktueller denn je.

Oscar Isaac als Bürgermeister in Bestform und zeigt wieder einmal, was er doch für ein starker Charakterdarsteller ist. Zurecht dafür mit einem Golden Globe ausgezeichnet

Von mir gibts 9 von 10 Punkte



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